Die Sportschau
Die Sportschau gehört heutzutage zu den bekanntesten „Nachrichten“ im Sportwesen. Sie weist eine lange Geschichte in ihrer TV – Karriere auf.
Heribert Faßbinder ist seit 1982 Sportchef des WDR und somit ist er auch der Chef der Sportschau. Heribert stöberte im Archiv des WDR´s rum und suchte nach mitschnitten der ersten Sportschau. Er fand aber nix, das einzige was er fand waren drei Spielberichte ohne Ton und ohne Atmosphäre. Er setzte den Meilenstein der Geschichte für die Sportschau.
Ernst Hubert ist der Mann der die Sportschau ins Fernsehen brachte, zwar begann sie schon im Jahr 1961 aber da war die Bundesliga noch nicht drinnen. Früher konnte man sich ein TV Auftritt der Vereine nicht leisten und auch die Bundeliga war zu dem Zeitpunkt im Gegensatz zu heute relativ billig. 1965 bezahlten ARD und ZDF noch geringe Summen von 647.000 Mark an den DFB um einen Übertragung der Spiele zu machen. Die Zuschauer freuten sich. Als das öffentliche Fernsehen dazu kam wurden die Preise für eine Übertragung mächtig in die Höhe getrieben. RTL bezahlte 1988 für eine Saison 40 Millionen Mark, zwei Jahre früher waren es noch 18 Millionen Mark. Als SAT.1 in die Sportszene mit einstieg verdoppelte sich der Preise für die Übertragungen immer weiter, 1992 zahlte SAT.1 für einen Saison nicht 60 Millionen Mark sondern schon 132 Millionen Mark. Dieses sind aber immer noch nicht die Höchstpreise. Die Topspiele die im Pay-TV laufen belaufen sich auf einen 4 Stelligen Millionen Betrag.
Am Anfang wurde die Bundesliga auch nicht in der Top Zeit von Samstagabend 18 Uhr gezeigt sondern erst am Sonntag um die frühen Morgenstunden. Erst im Jahr 1965 gab es eine Samstagnachmittag Sportschau. Doch auch das erste Tor in der Bundesliga wurde nicht aufgezeichnet, denn es gab nur in drei Stadien Kameras. Es war oft leichter ein Spiel aus den anderen Ländern zu übertragen als aus Deutschland, denn dazu mussten Telefonmasten und ähnliches erbaut werden und dann ging wesentlich schneller. In unseren eigenen Stadien wurden die Fußballspiele im Stadion aufgenommen und jede Halbzeit auf zwei Filmrollen zusammen geschnitten. In der ersten Halbzeit fuhr ein Bote mit der ersten Rolle in das Studio und da wurde es schon mal durchgesucht. Nach dem Spiel flog der Reporter mit einem Hubschauer und der zweiten Rolle aus dem Stadion. Gab es einmal schlechtes Wetter, gab es keine Übertragung, denn Hubschrauber und Flugzeuge durften da nicht starten.
Bis einschließlich 1988 gab es immer nur drei Spiele, erst am Sonntagabend bekam man im ZDF alle Fußballspiel und alle Tore zu Gesicht. 1988 startete RTL mit der Fußballshow „Anpfiff“ den Grundstein des öffentlichen Fernsehens. Zuerst lieferten sich ARD, ZDF und RTL einen erbitterten Kampf um die Einschaltquoten. Erst im Jahre 1993 schaffte SAT.1 den Durchbruch in Sachen Fußballgeschichte im Fernsehen. Sie zeigten das Sportmagazin „RAN“ mit vielen Neuheiten zum Beispiel mit Zeitlupenmitschnitten und ferngesteuerten Kran und Kameramaschinen.
2003 kam aber die gute alte Sportschau wieder zurück ins Fernsehen und übertrug jedes Bundesligaspiel zu seiner gewohnten Zeit und verdrängte die anderen Sportschauen von den Fernsehgeräten.
